Ein Denker sagte einmal, dass eine Idee sich manchmal wie ein Lebewesen verhält. Dem stimme ich voll und ganz zu. Manchmal manifestieren sich Ideen subtil – leise und sanft, erwartungsvoll und einfühlsam. Und dann gibt es Momente, in denen Ideen einen Namen erhalten, ungeduldig, ja sogar aggressiv werden und sich weigern, mich loszulassen, bis ich ihnen den Raum gebe, auf einer Leinwand zum Leben zu erwachen.
Wie viele Künstler ziehe ich meine Inspiration aus den verschiedensten Aspekten des Lebens. Für mich ist Kunst eine Kraft, die kulturelle Prozesse formt.
Mit einem Teil meiner Arbeit setze ich mich über einen längeren Zeitraum hinweg auseinander. Mehr als die Hälfte des kreativen Prozesses wird dann durch das Kunstwerk selbst bestimmt – so paradox das auch klingen mag. Um es mit den Worten von Jackson Pollock zu sagen: Vielleicht ist die Quelle der Kunst das Unbewusste.
„Kunst heißt, sehen lernen“, schrieb einmal R. M. Rilke. Ein Leben lang sehen lernen. Sehen lernen bedeutet, den bestmöglichen Weg zu finden, der Sinneswahrnehmung voll und ganz zu vertrauen und die Faszination von Farben und Formen immer wieder neu zu entdecken.
Kunst, so heißt es oft, ist die Einheit von Wissen und Können.
Das Grundprinzip meiner Kunst ist die Integration verschiedener Aspekte der menschlichen Existenz. Da Kunst auch ein Prozess des Bewusstwerdens ist, entsteht sie aus inneren Widersprüchen. Friedrich Dürrenmatt hat es einmal treffend formuliert, als er sagte, dass die Kunst den Moment einfängt, in dem sich etwas in etwas anderes verwandelt.
Meine Kunstwerke befinden sich in Privatsammlungen in Deutschland, der Republik Kosovo und den Vereinigten Staaten von Amerika.